3 Yoga-Essentials gegen teuren Konsum

3 Yoga-Essentials gegen teuren Konsum

3 Yoga-Essentials gegen teuren Konsum

Als ich anfing, mich mit Yoga zu beschäftigen, fielen mir schon nach anfänglichen Recherchen im Internet fast die Augen raus. Yoga ist teuer. Das ist wohl eines der ersten Dinge, die ich lernte. Das mag für eine Trendsportart, und Yoga zählt für mich definitiv dazu, normal sein, trotzdem war ich von der Dimension überrascht. Sollte Yoga nicht etwas für die Seele sein? Etwas, das Körper und Geist vereint? Wie passt das mit inflationärem Konsum zusammen?

 

Yoga ist zum Lifestyle geworden

 

Das Sport Geld kostet, daran bin ich durchaus gewöhnt. Seit über zwanzig Jahren tanze ich Ballett und die regelmäßige Neuanschaffung der Spitzenschuhe reißt jedes Mal wieder ein kleines Loch in meinen Geldbeutel. Doch es gibt Grenzen. Ich kann nachvollziehen, dass Yoga ohne eine richtige Matte nicht nur schmerzhaft und unbequem, sondern gänzlich unmöglich ist. Sich darüber hinaus gut bewegen zu können, setzt dehnbare Kleidung voraus, klar. Aber wozu brauche ich dieses und jenes Buch? Ein Retreat auf Bali? Fünfzehn spezielle Yoga-Leggings verschiedener Motive?

Konsum lebt und gedeiht, leider auch im Yoga. Um hip zu wirken, reicht es einfach nicht aus, nur Yoga zu praktizieren. Damit man wirklich dazu gehört, braucht man ein komplettes Outfit und diversen anderen Kram aus dem Lifestyle-Bereich. Das suggerieren nicht zuletzt die Sozialen Medien, die Yoga in den letzten Jahren noch weiter in den Mainstream gerückt haben.

 

Konsum als Vermeidung der eigentlichen Arbeit

 

Als blutiger Anfänger ist man da schnell selbst hineingerutscht und kauft sich doch noch dieses eine Raumspray, anstatt sich endlich auf die Matte zu begeben. Vielleicht ist Konsum deshalb auch Ausdruck eines gewissen Vermeidungsverhaltens. Wir gehen der Arbeit, also dem eigentlichen Yoga, aus dem Weg, erfinden dafür andere, kapitalistischere Wege, um doch noch Yoga zu „machen“.

Zurück zum Ursprung, das ist mein Ziel. Um mich effektiv im Yoga zu verlieren und für mich das beste herauszuholen, brauche ich nicht viel. Denn Yoga ist das Sein und nicht das Haben müssen.

 

Was Du wirklich brauchst:

 

1. Eine Matte
Wie ich es schon erwähnte, ohne Matte geht eigentlich gar nichts. Als Notlösung gehen auch Isomatten oder Wolldecken, doch einen guten Stand geben die leider nicht. Trotzdem musst Du keine hundert Euro ausgeben. Es gibt viele günstige Alternativen, die lange haltbar und griffig sind. Schau Dich vor dem Kauf um und vergleiche.

2. Die Basics
Um die Grundlagen kommst Du natürlich nicht herum. Doch auch hier muss es nicht viel Geld kosten. Mit wenigen Klicks findest Du sicher ein Standardwerk, das einen guten Einblick gibt. Im Internet gibt es außerdem eine Fülle von Informationen – aber achte darauf, dass auch viel Mist geschrieben wird. Nicht ganz günstig, dafür persönlicher sind natürlich entsprechende Kurse.

3. Freude
Wie bei allem anderen im Leben auch, hilft Yoga dann am besten, wenn Du Freude daran hast. Dann ist es Dir nämlich auch egal, welches Lifestyle-Accessoire Dir noch angeboten wird, denn das wichtigste hast Du immer bei Dir. Freude ist ein unglaublicher Catalyst, um Deine Leistung noch mehr zu pushen und auch wenn’s mal anstrengend und ernüchternd ist, hilft Freude Dir zurück auf den richtigen Weg.

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