Andere in Deinem Alter sind auch nur Mitte Zwanzig

"Andere in Deinem Alter" sind auch nur Mitte Zwanzig

Andere in Deinem Alter sind auch nur Mitte Zwanzig

Gerade erst feierte ich meinen 25. Geburtstag, hello Mitte Zwanzig. Ein viertel Jahrhundert, das klingt beinahe steinalt oder zumindest erfahrener und gesetzter als all die vergangen Lebensphasen.

Aber:

„Andere in Deinem Alter…“ haben zwei Studienabschlüsse, sind um die Welt gereist, klettern die Karriereleiter hoch, haben einen riesigen Freundeskreis und lassen sich mindestens zweimal pro Woche auf Partys sehen, glauben nicht an die große Liebe, sondern versuchen sich mit Tinder zufrieden zu geben.

Was Andere in meinem Alter, mit Mitte Zwanzig, so alles sind und machen, das erfahre ich des Öfteren ungebeten von jemandem, der mir zeigen möchte, was mit mir schief läuft. Es scheint ein Regelwerk zu geben, das vorgibt, was man in welchem Alter zu machen und erreichen hat und was nicht. Andere Gleichaltrige scheinen das durchweg besser hinzukriegen als ich.

 

Unterschiedliche Erwartungen

 

Dabei entstehen die unterschiedlichsten Erwartungen, die teilweise kaum miteinander zu vereinbaren sind. Einerseits soll ich mich in meinem Alter noch nicht binden und lieber die Freiheit der Unabhängigkeit genießen. Andererseits soll ich möglichst schnell in einen Vollzeitjob finden und einen lückenlosen Lebenslauf vorweisen. Niemand ist sich da so sicher, aber alle wissen trotzdem genau Bescheid und geben ihren Erwartungsdruck mühelos weiter.

Mit Mitte Zwanzig ist das aber so eine Sache. Man ist noch zu jung, um bei den wirklich bodenständigen Themen mitzureden – Kinder, Eigenheim, Altersabsicherung –, doch auch zu alt, um sich mit der sprunghaften Jugend der Late-Teens zu identifizieren. Wo soll man also anknüpfen? Was ist der richtige Weg?

 

Was ist der richtige Weg mit Mitte Zwanzig?

 

Dass es früher mal sehr viel linearere Lebenswege gab, auch schon in jungen Jahren, darüber redet heute fast jeder. Alle bemitleiden die Generation Y um die Unsicherheit in eigentlich allen ihren Lebensbereichen. Aber statt die daraus resultierenden Unterschiede, auch innerhalb der Altersgenossen, anzuerkennen, gibt es immer noch viel zu häufig ein „das macht man so“ oder „das willst du doch auch langsam mal haben“.

Andere in meinem Alter und mich, uns verbindet eigentlich nur das Alter. Wir sind Mitte Zwanzig. Doch was wir daraus machen, ist sich manchmal ähnlich, manchmal sehr unähnlich, aber äußerst selten vollkommen gleich. Wir haben weder eine gemeinsame Agenda, noch einen universellen Plan für unser Leben.

„Andere in Deinem Alter“, das sind eben die Anderen und nicht ich.

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