Lass Samhain Dein Fest der Ahninnen sein

Lass Samhain Dein Fest der Ahninnen sein

Lass Samhain Dein Fest der Ahninnen sein

Ende Oktober in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November feiern wir Samhain, das Ahninnenfest. Die Nächte beginnen jetzt früh, genauso wie der Nebel tief über der kalten, regnerischen Welt liegt. Es ist die Zeit der Tödin gekommen, der schwarzen Göttin und Alten.

 

Samhain ist das Hexenneujahr

 

So wie das Leben zu Ostara im März beginnt, so muss es auch wieder enden. Mit Samhain schließt sich der Kreis des Lebens, um gleichzeitig wieder neu zu beginnen. Deshalb wird Samhain auch das Hexenneujahr genannt. Denn das Gedenken an die Ahninnen und Toten des vergangen Jahres ist keineswegs nur ein Fest der unbändigen Trauer, sondern ein weiterer wichtiger Schritt im Kreislauf des Lebens.

Zu dieser Zeit sind sich zudem die Welten der Lebenden und der Toten so nah, dass sie sich hier und dort überschneiden. Die Grenzen zur sogenannten Anderswelt sind dünn und manchmal schleicht sich eine Gestalt herüber und macht sich einen Spaß daraus. Wer den Rat der Ahninnen sucht, kann ihn zu Samhain am deutlichsten hören.

 

Die Percht reist durch die Wälder

 

Der Winter hält langsam Einzug und so beginnt die Tödin oder Percht oder Alte ihre Reise durch Wälder und Städte. Sie sammelt allzu schwache Seelen ein und lässt sie mit sich in ihrer Kutsche fahren, die von den Unterweltshunden gezogen wird. Außerdem besucht sie die Bösen und Schurken und Belästiger und nimmt Rache an all jenen, die Unrecht getan haben.
Außerdem gehört jetzt alles Nahrhafte der Wälder und Wiesen einzig den Tieren, denn der Wintervorrat muss aufgestockt werden. Die Greisin wacht über den Baumwipfeln und erschreckt jeden, der sich dennoch ins Unterholz wagt.

 

Samhain: Ein Fest der Ahninnen und des Todes

 

Durch Worte werden Ahninnen lebendig
Werde Teil einer kleinen Gruppe und wenn Du keine findest, so nimm Dir dennoch etwas Zeit und Ruhe. Vielleicht hast Du ein Bild oder ein anderes Erinnerungsstück einer Ahnin. Nimm es in die Hand und denke zurück. Wer war sie? Welche Beziehung hattest Du zu ihr? Was hat Dich an ihr beeindruckt? Erzähle es den anderen oder dir selbst. Sei Dir sicher, dass sie Dich an diesem Tag hört und ihr zusammen in Erinnerungen schwelgt.

Der Rachetanz
Jeder ist schon einmal etwas passiert, das sie nie mehr loslassen wird, das ihr sogar Angst macht. Werde Teil einer Gruppe von Frauen und erzählt einander davon. Vergesst auch nicht, die Namen der Täter zu nennen. Die Percht wird euch hören, denn sie ist auch die Göttin der Weisheit und Rache. Nehmt Messer oder Sensen oder was ihr sonst an Waffen habt und tanzt im Kreis und bekämpft die Luft um euch herum (aber seid vorsichtig dabei, damit ihr euch nicht verletzt!). Gerechtigkeit wird euch gebracht werden.

Ein Spaziergang in die Anderswelt
Warte bis die Sonne langsam untergeht und mache Dich dann mit einer kleinen Laterne auf den Weg in den Wald oder wo es Dir sonst gefällt. Gehe auch dorthin wo es kein künstliches Licht gibt und lass Dich ganz auf den Kerzenschein Deiner Laterne ein. Du brauchst nicht reden oder singen, höre lieber auf die nächtliche Stille. Vielleicht begegnen Dir auf Deinem Weg Gestalten und Wesen, doch hab keine Angst. Das ist nur die Anderswelt, die Dir einen Gruß entsandt.

 

Quellen:
Starhawk: Der Hexenkult. Goldmann, 1983, S. 269 ff.
Zsuzsanna E. Budapest: Herrin der Dunkelheit Königin des Lichts. Schirner Verlag, 2006, S. 293 ff.

 

Bild: Unsplash Jasmine Ornelas

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